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Montag, 14. Januar 2019

Arrivederci Roma

Seit Ende des Jahres arbeite ich nicht mehr in Rom. Turnusgemäß hat mein Kollege Lucas Wiegelmann, bislang stellvertretender Feuilletonchef bei "Welt" und "Welt am Sonntag", den Posten übernommen und arbeitet nun für die "Herder Korrespondenz" und den Verlag Herder in der Ewigen Stadt. Ich bin gespannt auf seinen Blick auf Papsttum, Vatikan und Weltkirche!
Es war eine spannende und herrliche Zeit in Italien. Ich habe verrückte Dinge erlebt, eine Menge interessanter, schräger und auch liebenswürdiger Leute kennengelernt. Meine Frau und ich bleiben der Stadt verbunden. Am 8. Dezember, dem Patronatsfest, wurden wir in die Erzbruderschaft der Deutschen und Flamen am Campo Santo aufgenommen. Einen kleinen Abschiedstext haben ich hier veröffentlicht. Ich freue mich auf ein Wiedersehen! Ich mache jetzt eine kleine Pause und schreibe ab März wieder von Berlin aus.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Zusammenbruch des Christentums?

Heute Abend trifft sich Prominenz aus Politik, Kirche und Medien zum Sankt Michaelsempfang in der katholischen Akademie in Berlin. Kardinal Marx nahm das zur Gelegenheit, die Bundespressekonferenz zu besuchen. Die Redaktion der Herder Korrespondenz befindet sich im selben Gebäude und wir diskutieren gerade über die Themen der nächsten Ausgaben. Die perfekte Gelegenheit also, mal hinunterzugehen und zu hören, was der DBK-Vorsitzende zu sagen hat.
Angesprochen auf die Kirchenstatistiken meinte Marx, man dürfe nicht die Maßstäbe der Vergangenheit an die Gegenwart anlegen. In einer offenen Gesellschaft könne die Kirche gar nicht den selben Stellenwert haben, wie sie ihn etwa in den Fünfzigerjahren gehabt hätte. Dann fiel die Spitzenaussage:
"Ich sehe keinerlei Anzeichen für einen Zusammenbruch des Christentums in unserem Land." 
In Bayern, so fuhr der Kardinal fort, gingen 100 Prozent der Getauften auch zur Erstkommunion; und 80 Prozent empfingen das Firmsakrament.